
Mit dieser Chronik möchten wir einen Überblick geben, wie sich die Vereinsarbeit in der Region in den zurückliegenden Jahren entwickelt hat.
Die Vereinsmitglieder unserer Regionalgruppe treten ehrenamtlich für die Ziele des Vereins ein. Dabei bauen wir auf die Ausdruckskraft der deutschen Sprache und widersetzen uns der zunehmenden Anglisierung. Unsere Arbeit basiert auf Anziehung, in dem wir Verbündete suchen. Uns geht es weniger um Kritik von sprachlichen Fehlleistungen. Dennoch ist in Einzelfällen eine streitbare Beteiligung an der öffentlichen Diskussion nicht zu umgehen. Auch dafür gibt es in dieser Chronik einige Beispiele.
Wir konzentrieren uns inhaltlich auf die Bereiche Sprachpolitik und deutsche Sprache als kulturelle Identität. Wir wollen deutlich machen, dass Internationalität bzw. internationale Bedeutung und das Bekenntnis zur deutschen Muttersprache (= kulturelle Identität) kein Widerspruch sind. Zu diesen Themen bieten wir Veranstaltungen, wie Gesprächs- und Diskussionsforen oder Podiumsdiskussionen an. Darüber hinaus wollen wir offizielle Erklärungen und Standpunkte entwickeln, mit denen wir uns als Partner an die Landes- und Kommunalpolitik, die Verwaltungen, Firmen, Hochschulen und Institutionen vor Ort wenden.
Mit in loser Folge erscheinenden Info-Briefen halten wir die Vereinsmitglieder und interessierte Sprachfreunde über die aktuellen Geschehnisse informiert. Anlassbezogen werden Presse-Informationen herausgegeben, um die Öffentlichkeit über den Verein, sein Wirken und seine Veranstaltungen zu informieren oder um sich zu aktuellen Entwicklungen öffentlich zu positionieren. Wichtigstes und aktuellstes Informationsmedium bleibt dieser regionale Netzauftritt.
Die Chronik kann hier heruntergeladen werden.
Titelseite der Broschüre »Böhmische Dörfer« von VDS-Mitglied Dr. Heinz Böhme
(Halle (Saale), im April 2011) „Das sind böhmische Dörfer für mich“, ist eine umgangssprachliche Redensart, die aus Österreich-Ungarn stammt. Auch das Königreich Böhmen gehörte zu der ehemaligen Donaumonarchie. In Deutschböhmen, welches das Gebiet am Rande Böhmens war und später zum Sudetenland wurde, sprach man deutsch. Im Inneren des Königreichs gab es ebenfalls kleine deutschsprachige Gebiete, doch im Allgemeinen wurde dort die tschechische Sprache gesprochen. Für Deutsche, die Böhmen durchreisten, hatten die umliegenden Dörfer so fremdartige und unverständliche slawische Namen, dass sie unter ihnen eben die „böhmischen Dörfer“ waren und genannt wurden. Wenn man also etwas nicht verstand, etwas fremdartig war oder unerklärlich, sagte man: „Das sind böhmische Dörfer“. Auch wir heutigen Zeitgenossen verwenden diese Formulierung noch, machen uns aber keine Gedanken über die Herkunft dieser Redensart.
„Bei einem Stadtbummel durch die Stadt Halle an der Saale muss man an vielen Geschäften englische Begriffe lesen, die vor allem für uns „»Ossis«“ eher Böhmische Dörfer sind. Das fällt insbesondere an Friseurgeschäften auf. Die Friseure überbieten sich mit »Hair-Styling«, »Cut and Colour«, »Hairdressing«, »Cut & Go« und ähnlichen Anglizismen. Da sind Missverständnisse schon vorprogrammiert“, meint Dr. Heinz Böhme.
Mit seiner Sammlung von Anmerkungen und Wortspielereien wendet sich der Autor an alle, welche sich im Alltag ebenfalls Gedanken über unsere Sprache machen. Viele sprachliche Unfälle werden durch Anglizismen verursacht, die für viele deutschsprachige Bürger »böhmische Dörfer« sind. Um die Schäden gering zu halten, unterstützt der Autor den Verein Deutsche Sprache e.V. (VDS) in seinem Kampf gegen unverständliche Anglizismen und für richtiges Deutsch.
Dr. Böhme wurde in dem böhmischen Dorf Friedland (jetzt Korfantów) geboren und wohnt in Halle (Saale). Er setzt sich für die Erhaltung der deutschen Sprache ein. Seine Artikel und Leserbriefe sind unter anderem in den Wiener Sprachblättern, in der SeniorenZeit, Mitteldeutschen Zeitung, Deutschen Sprachwelt sowie in den Sprachnachrichten des VDS erschienen. Mit Unterstützung des VDS konnte Dr. Böhme seine in den vergangenen Jahren veröffentlichten Beiträge in einer Broschüre mit Zeichnungen von Matthias Greger zusammenfassen.
Das Manuskript können Sie hier nachlesen und herunterladen. Um die Ladezeiten zu verkürzen, wurden die Zeichnungen von Matthias Greger in dieser Version für den Netzauftritt entfernt. Bei Interesse an einem Druckexemplar der Broschüre (mit Illustrationen) besteht die Möglichkeit, diese mit dem Kontaktformular zu bestellen.
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